Bericht zur Gemeinwohlbilanz 2018-2020

Bereits zum zweiten Mal veröffentlichen wir eine  Gemeinwohlbilanz, die extern auditiert wurde. Da wir uns vorwiegend mit dem sensiblen Thema „Trinkwasser“ beschäftigen und für unsere Produkte hochwertige technische Kunststoffe verarbeiten, haben Umweltschutz und ökologisches Denken schon lange Platz in unserem Unternehmen.

Liot setzt hier auf die technischen, ökonomischen und ökologischen Vorteile der thermoplastischen Kunststoffe. Dabei basiert die breitgefächerte Produktpalette vor allem auf der Substitution von Materialien wie Stahl, Beton, Stahlbeton, Glas, Holz sowie glasfaserverstärkten Kunststoffen.

Kompromissloses Qualitätsbewusstsein ist fest in der Firmenphilosophie verankert und steht seit jeher im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit unseren MitarbeiterInnen, Kunden und Lieferanten werden ständig neue, innovative Einsatzmöglichkeiten der verwendeten Rohstoffe erarbeitet und Produkte so weiterentwickelt und optimiert. Ein sehr gutes, offenes Gesprächsklima sowie eine auf Ehrlichkeit basierende Zusammenarbeit von MitarbeiterInnen, Kunden und Lieferanten ist Grundlage dafür.

Entsprechend den finanziellen Möglichkeiten werden Ausstattung und Produktionsstätten laufend den modernen, ökologischen Anforderungen angepasst. Eine aktive Unterstützung der Region durch stetiges Wachstum der Firma und daraus folgend neu geschaffene Arbeitsplätze sowie Kooperationen mit heimischen Firmen und Institutionen sollen fortwährend zur Erhaltung der Lebensqualität in unserem Heimatbezirk Lienz beitragen.

Für uns ist die Mitgliedschaft im „Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie in Tirol“ und die Erstellung der extern auditierten Gemeinwohl-Bilanz ein weiterer Schritt in Richtung „Nachhaltig wirtschaften - Steigerung des Gemeinwohl - Einsatz für Menschenwürde, Menschenrechte und ökologische Verantwortung in der Wirtschaft“.

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Kurzpräsentation des Unternehmens

LIOT (LIenz OstTirol) Kunststofftechnik GmbH – innovativer Spezialist in der Be- und Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen wie PE, PP,.. Konzepterstellung, Planung, Produktion und Montage von Trinkwasserbehältern und –anlagen, Armaturenschächten, Lager- und Prozessbehältern  im Industriebereich, Sonderteilen für Behälter, Apparate- und Rohrleitungsbau. Unsere Philosophie -  alles aus einer Hand, kundenorientierte Lösungen, hohe Qualität, ständige Weiterentwicklung

Produkte / Dienstleistungen

Produkte und Dienstleistungen

Anteil am Umsatz in %

Behälterauskleidungen

13

WR Armaturenschacht

6

WR Quellsammelschacht

14

WR Trinkwasserspeicher

18

WR Sonderbehälter

1

Frästeile

2

Industriebehälter

33

Rohrteile

1

Liot Plattenbehälter

10

Handelsware

1

Sonstiges

1

Das Unternehmen und Gemeinwohl

Die Firma LIOT (LIenz OstTirol) Kunststofftechnik GmbH steht seit mehr als 25 Jahren für umfassendes Know-How in den vielfältigsten Bereichen des innovativen Kunststoffbaus.

Schon seit seiner Gründung im Jahr 1993 beschäftig sich LIOT mit der Be- und Verarbeitung von Kunststoffen und steht als Synonym für Innovation, Präzision und Qualität. Nach dem altersbedingten Ausscheiden von Firmengründer Klaus Blätterbauer 2013 und der Übernahme des Unternehmens durch Fa. Hawle und die Brüder Eder kann der erfolgreiche Weg fortgesetzt werden. Die großzügige Erweiterung der Produktionsfläche und Investitionen in Maschinen sowie Produkt-, Markt- und Personalentwicklung sichern die Arbeitsplätze der mittlerweile 22 Mitarbeiter wie auch den Standort in Dölsach und ermöglichen das Eindringen in neue Märkte und damit eine stabile, positive Entwicklung des Unternehmens. Im Besonderen widmet sich das Unternehmen dem sensiblen Thema Trinkwasser. Die Leistungen von LIOT umfassen neben Konzepterstellung und Planung auch die Produktion und - wo nötig – die Montage – vom kleinsten Speicher bis zur komplexen Anlage. Durch die Verschmelzung mit der Fa. Etertub GmbH im Jahr 2016 konnte sich LIOT zusätzlich mit den ÖVGW-zertifizierten Produkten „Behältersanierung mittels Etertub-Aqua PE-Profilplatte“ und „Trinkwasserbehälter aus monolithischen PE-Wickelrohren“ am Markt unter den Namen „etertub“ etablieren. Die verarbeiteten thermoplastischen Kunststoffe bieten ein breites Spektrum physikalischer Eigenschaften, wie z.B. Wetterfestigkeit und Temperaturbeständigkeit, Schlagzähigkeit, Lebensmittelechtheit u.v.m. Daher sind den Einsatzgebieten der Behälter und Apparate kaum Grenzen gesetzt. Je nach Anforderung verarbeitet das Unternehmen die unterschiedlichsten Kunststoffe wie PE, PP, PVC oder PVDF. Im Fachbetrieb für Kunststoffverarbeitung  ist die Auswahl des richtigen Materials garantiert, im hauseigenen Technikum erfolgen statische Auslegung und CAD Konstruktion mit 3D Visualisierung. Liot produziert diese hochwertigen Produkte auch für die chemische und verfahrenstechnische Industrie, holzverarbeitende Industrie und auch Pharma- und Lebensmittelindustrie. Die Fa. LIOT ist TÜV-zertifiziert und gilt als Fachbetrieb nach WHG, zur Verarbeitung gelangen geprüfte Materialien. Für beste Qualitätsarbeit sorgen topmotivierte, gut geschulte  Mitarbeite - die Mehrzahl sind geprüfte Kunststoffschweißer nach DVS. Seit Sommer 2013 wird auch Fachpersonal im Lehrberuf „Kunststoffformgeber“ bzw. seit 2018 auch im Beruf „Kunststofftechniker“ ausgebildet, um so die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens auf Basis der Mitarbeiter weiter abzusichern.

Um den Vertrieb auf eine solide, zukunftsorientierte Basis zu stellen wurde im Jahr 2019 eine Vertriebsanalyse durchgeführt. Darauf aufbauend konnte im Mai 2020 ein zusätzlicher Vertriebsmitarbeiter im Verkaufsinnen- und Außendienst eingestellt werden. Um für die künftigen Anforderungen vorbereitet zu sein und die Entwicklung des Betriebes voranzutreiben wurde im Herbst 2019 ein an die Liegenschaft angrenzendes Grundstück angekauft.

Für das Jahr 2021 sind der Neubau des Bürogebäudes sowie die Erweiterung der Produktionshalle Süd und der Außenlager mit Parkplatz geplant.

 

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Menschenwürde in der Zulieferkette

Die Auswahl der Lieferanten richtet sich nach verschiedensten Kriterien, auf welche in Punkt A3 näher eingegangen wird. Nachfolgend eine Auflistung der wichtigsten Lieferanten in Bezug auf das gesamte Einkaufvolumen. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die Einhaltung der Menschenwürde, bei unseren Lieferanten eine große Rolle spielt und somit gewährleistet werden kann. Diese Feststellung basiert auf einer persönlichen Geschäftsbeziehung mit fast allen wichtigen Lieferanten, wodurch eventuelle Missstände leichter festgestellt werden können.

Anteil der wesentlichen Produkte/Dienstleistungen am gesamten Einkaufsvolumen in Tabellenform für das Jahr 2018, 2019  und 2020:

 

 

Auflistung wesentlicher
Lieferanten und Dienstleistungen

2018 in%       

2019 in%       

2020 in%       

Bemerkung

1

Hawle Kunststoff GmbH

8,48

13,97

17,53

Lieferant

2

Agru Kunststofftechnik GmbH

19,85

12,6

16,26

Lieferant

3

Simona AG

11,28

14,84

7,89

Lieferant

4

Eckhart-Wöllkart Johannes

7,3

7,98

7,42

Dienstleistung

5

Huber SE

8,9

9,49

4,54

Lieferant

6

Roechling Engineering 

2,43

1,95

3,29

Lieferant

7

Oberdrautaler Transporte GmbH

3,01

1,44

2,25

Transport

8

Moser Schmiede

0,14

0,26

2,19

Lieferant

9

Rachbauer GmbH & Co KG

4,75

4,25

2,14

Transport

10

Maschinenring Personalleasing

2,04

1,37

1,79

Dienstleistung

11

HFT Transport GmbH

0,04

0,44

1,68

Transport

12

HB-Technik GmbH&Co.KG

0,98

0,64

1,37

Lieferant

13

Spirig Metalltechnik AG

0,00

2,39

1,33

Lieferant

14

Ferrochema GmbH

1,09

1,55

1,13

Lieferant

15

Werkzeug Toolexpert

0,75

0,95

1,00

Lieferant

16

BS Transporte GmbH

0,5

0,58

0,91

Transport

17

Tiroler Wasserkraft AG

1,07

0,88

0,85

Dienstleistung

18

Westcam Datentechnik GmbH

0,42

0,18

0,58

Dienstleistung

19

Schoesswender Werke GmbH

0,87

0,75

0,56

Lieferant

20

Moser Elektro

0,37

0,65

0,48

Lieferant

 

Gesamt

74,27

77,23

75,20

 

Tabelle A1.0

Lieferanten bei denen nur einmal situationsbezogen Ware gekauft wurde (Fahrzeuge, Waren und Dienstleistungen für Neubau,...) sind in der Aufstellung nicht enthalten.

Grundsätzlich werden langfristige Geschäftsbeziehungen angestrebt, und es wird in erster Linie auf die Qualität der Produkte (Zertifikate) geachtet.

Beispiele für Zertifikate und Zulassungen der Zugekauften Produkte, welche für unseren Einkauf relevant sind:

  • FDA - Food and Drug Administration

Die U. S. Food and Drug Administration (FDA, dt. Behörde für Lebens- und Arzneimittel) ist die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten. Ihre Aufgabe ist der Schutz der öffentlichen Gesundheit in den USA. Die FDA kontrolliert die Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln der Human- und Tiermedizin, biologischen Produkten, MedizinproduktenLebensmitteln und strahlenemittierenden Geräten. Dies gilt für in den USA hergestellte wie auch für importierte Produkte.

  • ÖVGW - Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach

Die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach unterstützt bereits seit dem 19. Jahrhundert das Ziel einer Versorgung nach dem letzten Stand der Technik. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder aus beiden Branchen und sorgt mit ihrem Regelwerk für einheitliche, anerkannte Richtlinien. Sie entwickelt Schulungskurse nach neuesten Erkenntnissen und zeichnet Produkte, Personen sowie Unternehmen für besondere Qualität durch Zertifikate und mit der ÖVGW-Qualitätsmarke aus.

  • DVGW – Deutsche Vereinigung für das Gas- und Wasserfach

Ist dieselbe Zertifizierung wie die ÖVGW in Deutschland.

  • KTW - Kunststoffe im Trinkwasser

Die Qualität von Trinkwasser wird in Deutschland durch die gesetzliche Trinkwasserverordnung geschützt, die alle kurz- und
langfristigen Trinkwasser-Installationen umfasst.

  • TÜV WHG – Fachbetrieb nach Wasserhaushaltsgesetz

Laut Wasserhaushaltsgesetz (WHG) dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe nach WHG bestimmte Arbeiten an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Flüssigkeiten ausführen. Betreiber solcher Anlagen verantworten zudem, dass nur entsprechend zertifizierte Betriebe für diese Tätigkeiten beauftragt werden. Zu diesen Arbeiten zählen das Errichten, Instandsetzen, innen Reinigen und Stilllegen von Anlagen. Auch Betreiber, die ihre Anlagen mit eigenem Personal betreuen, müssen als Fachbetrieb nach WHG qualifiziert sein oder einen Fachbetrieb beauftragen, der nach Wasserhaushaltsgesetz qualifiziert ist.

Diese verschiedenen Zulassungen und Zertifikate können auf Kundenwunsch in einer Dokumentation zusammengefasst bzw. nachgewiesen werden.

 

Ein Großteil des Einkaufs unserer Materialien erfolgt direkt beim Hersteller und nicht über Zwischenhändler. Dadurch, dass wir direkten Kontakt mit dem Hersteller pflegen, sind wir immer über die neuesten Entwicklungen am Kunststoffmarkt informiert.

Da wir beim Einkauf unserer Produkte und Dienstleistungen hohen Wert auf Regionalität legen, und unsere Waren ausschließlich aus dem EU Raum kommen, wird das Risiko auf Menschenrechtsverletzung innerhalb der Zulieferkette als sehr gering eingeschätzt bzw. ausgeschlossen. Somit kann davon ausgegangen werden, dass alle eingekauften Produkte und Dienstleistungen unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden.

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Solidarität und Gerechtigkeit in der Zulieferkette

Mit den meisten Lieferanten wird eine langfristige Geschäftsbeziehung gehalten, welche durch laufenden persönlichen Kontakt mit den Außendienstmitarbeitern gepflegt wird.

Dies erleichtert es uns die Lieferanten näher kennenzulernen und  eventuelle soziale Missstände oder ähnliches in Erfahrung zu bringen. Die dahingehende Evaluierung erfolgt derzeit über Recherche im Internet bzw. bei einigen Lieferanten schriftlich durch gemeinsame Bearbeitung eines Fragebogens.

Die Fa. Hawle Kunststoff GmbH als unsere „Schwesterfirma“ ebenfalls Tochter der Hawle Deutschland Beteiligung GmbH ist stark in die Struktur der Hawle Armaturen GmbH eingebunden. Daher können wir davon ausgehen, dass im familiär geführten Unternehmen sowohl Mitarbeiter und Lieferanten, als vor allem auch Kunden entsprechend den GWÖ Grundsätzen behandelt werden. Mit dem Thema Gemeinwohl und Nachhaltigkeit beschäftigt sich der Hawle Konzern erst seit wenigen Monaten, hier übernimmt die Fa. Liot Konzernintern eine Vorreiterrolle.

Fa. Agru bestätigt uns im Statement zur Gemeinwohlökonomie den vorbildlichen, nachhaltigen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und der Umwelt.

Fa. Röchling hat uns auf Anfrage ihren Nachhaltigkeitsbericht 2020 übermittelt, der in Aufbau und Inhalt stark an die Thematik der GWÖ angelehnt ist.

Fa. Simona veröffentlicht auf ihrer Homepage als Teil des zusammengefassten Lageberichtes die „Nichtfinanzielle Erklärung“ Informationen zu den Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und Energieeffizienz.

Fa. Huber SE, von der wir Edelstahlprodukte beziehen hat auf der Homepage eine ausführliche Beschreibung ihrer Umweltpolitik veröffentlicht. Herauszulesen ist auch die wertschätzende Haltung des Unternehmens gegenüber Mitarbeitern und Kunden.

Ausführliche Informationen sind auf der Homepage dem Nachhaltigkeitsbericht 2021 zu entnehmen.

Fa. Liot arbeitet vorwiegend mit namhaften Herstellern und Händlern innerhalb von Österreich und Deutschland zusammen, daher ist davon auszugehen, dass die dortigen Arbeitsbedingungen mindestens den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und dass die Bezahlung der Mitarbeiter entsprechend der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlöhne erfolgt. Weitere Überprüfungen auf soziale Risiken innerhalb der vorgelagerten Zulieferungskette werden aktuell nicht durchgeführt.

Ein Label für Solidarität und Gerechtigkeit, wie z.B. in der Lebensmittel- oder Textilindustrie üblich, ist uns für das kunststoffverarbeitende Gewerbe bzw. die Kunststoffindustrie nicht bekannt.

Negativaspekt: Ausnützung der Marktmacht gegenüber Lieferant*Innen

Das Unternehmen kann bestätigen, dass die Solidarität und Gerechtigkeit in der Zulieferkette nicht verletzt wird. Entsprechend oben angeführter Beschreibung kommt es zu keiner Marktmachtausnutzung gegenüber den Lieferanten.

 Ökologische Nachhaltigkeit in der Zulieferkette

Grundsätzlich erfolgt die Auswahl der Lieferanten nach folgenden Kriterien:

  • Verfügbarkeit der Ware
  • Preis und Lieferzeit
  • Zertifikate, besonders im Trinkwasserbereich ausschlaggebend

(FDA, KTW, ÖVGW, DVGW,…)

  • Qualität der Ware (Speziell AGRU und SIMONA liefern die erforderlichen Zertifikate) Die Ware könnte woanders (osteuropäische oder asiatische Hersteller) sicher billiger eingekauft werden, die Grundstandards auf welche wir Wert legen, werden aber unserer Meinung nach nicht erfüllt.
  • Regionalität, ökologische Gesichtspunkte

Informationen zu Umweltauswirkungen in der Zulieferkette bei den größten Lieferanten:

(Hierzu werden die sechs größten Lieferanten bezüglich Umweltschutz gelistet)

  • Agru Kunststofftechnik GmbH:
    • Integriertes Qualitäts- und Umweltmanagement nach DIN EN ISO 9001 und ISO 14001
    • Mitglied im Cleantech Cluster, einer Plattform für österreichische Unternehmen mit dem Ziel, den Einsatz von umweltschonenden Technologien zu fördern.
  • Simona AG:
    • Integriertes Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement nach DIN EN ISO 9001, ISO 14001 sowie ISO 50001
    • Mitglied in zahlreichen Umweltinitiativen – z.B. Initiative „Null Granulatverlust“ zur Vermeidung von Granulatverlust in der gesamten Lieferkette. Über diese Initiative beteiligt sich Simona auch an Projekten zur Verhinderung von „Marine Litter“ (Abfälle im Meer).
  • Hawle Kunststoff GmbH:
    • Kein Qualitäts- und Umweltmanagement. Lieferungen werden durch Fa. LIOT organisiert, wodurch direkt Einfluss auf Umweltauswirkungen genommen werden kann.
  • Huber SE:
    • Integriertes Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001
    • Validierung nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme)
    • Mitglied im bayerischen Umweltpakt (2002 mit der Umweltmedaille des Freistaates Bayern ausgezeichnet)
    • 2006 den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), den höchst dotierten Umweltpreis Europas.
  • Roechling SE KG:
    • Integriertes Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement nach DIN EN ISO 9001, ISO 14001 sowie ISO 50001
    • Investiert in Entwicklung von Biokunststoffen und Rezyklaten
  • Filli Stahl GrosshandelgesmbH:
    • Integriertes Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001
    • Eigenes Transportunternehmen, wodurch Regionalität gewährleistet wird

Es werden keine Produkte eingekauft, welche mit unverhältnismäßig schädlichen Umweltauswirkungen einhergehen.

Kunststoffe werden größtenteils synthetisch hergestellt. Das Ausgangsprodukt ist meist Rohbenzin, welches durch einen chemischen Prozess in Kohlenwasserstoffverbindungen umgebaut und in Polymere umgewandelt wird.

Die Kunststoffe, welche in der Firma Liot verarbeitet werden, werden sortenrein getrennt und an eine Recyclingfirma verkauft.

Negativaspekt: unverhältnismäßig hohe Umwelt-auswirkungen in der Zulieferkette

Der Großteil der  Rohstoffe und Produkte wird von Herstellern in Österreich und Deutschland zugekauft. Dadurch kann davon ausgegangen werden, dass die geltenden Umweltstandarts in der Produktion aber auch dem Transport eingehalten werden und sich die Umweltauswirkungen in Grenzen halten.

Transparenz und Mitentscheidung in der Zulieferkette

Um die Transparenz unserer Lieferanten zu fördern, werden auch in gewissen Abständen Besichtigungen der Produktionsstätten vor Ort wahrgenommen. Uns werden auch regelmäßig solche Besichtigungen von den Firmen angeboten.

Im Mai 2019 wurden die Mitarbeiter der Fa. Liot im Rahmen eines Betriebsausfluges von der Fa. Huber nach Berching / Regensburg zu einer Firmenbesichtigung und Freizeitprogramm eingeladen.

Im Herbst 2019 im Rahmen des Besuches der Kunststoff-Messe „K“ in Düsseldorf konnte eine sechsköpfige Abordnung der Fa. Liot die Produktionsstätte der Fa. Hawle Kunststoff GmbH in Wiehl (nähe Köln) besichtigen. Die An- und Abreise zur 3-tägigen Geschäftsreise erfolgte mittels Eisenbahn.

Der für 2020 bzw. 2021 geplante Besuch bei Fa. Agru musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt bzw. verschoben werden.

Einladungen der Fa. Simona und Fa. Röchling sind ebenfalls schon im Haus und müssen entsprechend eingeplant und wahrgenommen werden.

Neben dem interessanten Einblick in die Produktionsstätten der Lieferanten konnte auch persönliche Kontakte zu technischen Sachbearbeitern und Vertriebsmitarbeitern geknüpft werden. Beim gemeinsamen Abendessen fanden rege Gespräche untereinander statt, und konnte man sich einen Eindruck über die Firmen machen.

Eventuell vorhandene Missstände und Risiken konnten dabei nicht festgestellt werden. Deshalb ist auch noch nicht festgehalten, wie damit umzugehen wäre und welche Konsequenzen dadurch entstehen könnten.

Zukünftig wird angedacht eine Lieferantenbewertungsliste zu erstellen. Hierzu wird ein Fragebogen erstellt, welcher an die Lieferanten ausgesendet wird um eine Bewertung durchzuführen. Dabei soll auch der ökologische Gedanke eine größere Rolle spielen und in die Bewertung mit einfließen.

Die Preisgestaltung erfolgt meist am Jahresanfang und gilt für das ganze Jahr.

 Ethische Haltung im Umgang mit Geldmitteln

Auf die Bildung von Eigenkapital wird im Unternehmen großer Wert gelegt. Das Stammkapital der Gesellschaft ist zur Gänze einbezahlt. Zur Wahrung der Eigentümerinteressen sind unter Beachtung der Liquidität, der Finanzierung von Investitionen und der Erhöhung des Eigenkapitals Ausschüttungen von maximal 50% des jährlichen Bilanzgewinnes vorgesehen, der Rest wird als Gewinnvortrag fortgeschrieben.

Für die Auszahlung der Gewinne wird kein zusätzliches Fremdkapital aufgenommen!

Weitere Überlegungen über Möglichkeiten der Eigenkapitalbildung werden derzeit nicht angestellt und werden von der Geschäftsführung auch als für nicht notwendig erachtet.

Nachdem das Eigenkapital nach dem Firmenkauf im Jahr 2013 niedrig war, konnte durch geplanten Gewinnvortrag die Eigenmittelquote in den letzten Jahren laufend erhöht werden.

Die weitere Kapitalausstattung ist über Fremdfinanzierung – zum größten Teil über die Hausbank „Bank Austria“ abgedeckt.

Mit der Bank Austria haben wir einen Finanzpartner, der ethisch-nachhaltigen Inhalte vertritt und am Markt ökologischen Produkte bewirbt.

Nachstehend der Link zum „Code of Conduct“, den Verhaltensgrundsätzen der Mitarbeiter in der Bank Austria, der auch die ethischen Werte der UniCredit Group widerspiegelt.

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 Soziale Haltung im Umgang mit Geldmitteln

Als regional orientiertes Unternehmen sind wir uns der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitenden, den Lieferanten – insbesondere den in der Region Osttirol / Oberkärnten ansässigen Betrieben - und der Gemeinde Dölsach bewusst.

Fa. Liot als ein florierendes Unternehmen mit Entwicklungspotential sichert den MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz. Faire Entlohnung ermöglicht es ihnen, sich und ihren Familien eine Existenz aufzubauen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Zusätzliche Benefits wie Arbeitsbekleidung, Obstkorb, Mittagstisch sowie ein flexibles Arbeitszeitsystem stärken die Bindung zum Unternehmen und den sozialen Zusammenhalt.

Durch die überregionale Geschäftstätigkeit in Österreich und dem benachbarten Ausland (D, I, CH) gelingt es, unseren Lieferanten Subaufträge weiterzugeben bzw. auch Kunden weiter zu vermitteln. Damit können wir zusätzliche Wertschöpfung für die Region holen und unterstützen die Betriebe dadurch, die notwendige Auslastung zu erreichen und wiederrum Arbeitsplätze in Osttirol zu sichern sowie Kapital im Bezirk zu binden!

Zusätzlich unterstützen wir die ansässigen Gastronomiebetriebe, Händler und Dienstleistungsbetriebe durch den Kauf von Produkten und Geschenken, Ausrichtung von Firmenfeiern und -veranstaltungen sowie Bewirtung im Rahmen von Kundenbesuchen.

Durch die pünktliche, regelmäßige Zahlung der Steuern und Abgaben unterstützen wir die Gemeinde Dölsach bei der Schaffung und Erhaltung von Infrastrukturprojekten.

Die örtlichen Vereinigungen und Vereine finden in uns einen verlässlichen Förderer!

Gerne engagieren wir uns auch für Anliegen im Bezirk Lienz.

So konnten durch unsere Teilnahme am IQV Digitalisierung (Impuls Qualifizierungsverbund) einige Schulungen nach Lienz gebracht werden (siehe auch C1).

Des Weiteren nehmen wir regelmäßig an den Besprechungen der GWÖ Gruppe Osttirol Teil und arbeiten aktiv an der Entwicklung (ideell als auch finanziell) der Gruppe mit.

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Um diese Aufgaben auch in Zukunft erfüllen zu können, stellen wir unser Unternehmen auf eine sichere Eigenkapitalbasis. Es werden Ausschüttungen an die Eigentümer nur in beschränktem Maß und nur unter Vermeidung von Neuverschuldung getätigt! Für die Eigentümer stellt dies die legitime Abgeltung der erfolgten Investitionen beim Firmenkauf dar!

Der Mittelüberschuss aus dem laufenden Geschäftsjahr wird größtenteils zur Tilgung von Krediten und somit für den Aufbau von Eigenkapital verwendet. Weites gelingt es, sowohl die laufende Ausgaben als auch die geplanten Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren.

Die Geschäftsführer erstellen in Absprache mit den Bereichsleitern eine Zusammenstellung über notwendige Ausgaben, die die Betriebsentwicklung vorantreiben und somit die Zukunft des Unternehmens sicherstellen.

Aufgrund der positiven Unternehmensergebnisse in den letzten Jahren konnten viele Vorhaben bereits umgesetzt werden.

Im Betrachtungszeitraum wurden im Jahresschnitt Investitionen in Form von Anlagenzugängen bzw. als strategische Ausgaben in Höhe von ca. 400 TSD Euro getätigt.

In den Anlagenzugängen enthalten ist der im Dezember 2019 getätigte Grundkauf für die Erweiterung der Betriebsanlage.

Im Jahr 2021 sind Investitionen für das Projekt „Neubau Büro, Zubau Produktionshalle und Erweiterung Lagerflächen“ in Höhe von ca. EUR 2,6 Mio geplant.

Neben diesen Investitionen kann durch die Beteiligung der Geschäftsführer Andreas und Michael Eder am Unternehmen und deren persönliche regionale Verbundenheit der Standort in Dölsach gesichert werden. Die Anzahl der Mitarbeiter konnte in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht werden.

Negativaspekt: unfaire Verteilung von Geldmitteln

Das Unternehmen kann bestätigen, dass die Verteilung der Geldmittel fair erfolgt. Es sind weder der Abbau von Arbeitsplätzen noch die Verlegung des Standortes geplant. Im Gegenteil, durch die bereits getätigten und für 2021 geplanten Investitionen können neue Arbeitsplätze geschaffen und der Standort in Dölsach gesichert werden.

Sozial-ökologische Investitionen und Mittelverwendung

In den letzten Jahren wurden viele Investitionen zur Standortsicherung des Betriebes in Dölsach, aber auch zur Verbesserung der Arbeitsplätze bzw. der Arbeitsbedingungen im Werk und auf den Montagen getätigt. Durch diese Verbesserungen und Erweiterungen ist es auch gelungen neue Mitarbeiter einzustellen bzw. zu gewinnen.

Folgende Investitionen wurden getätigt

2018

  • Moderne Software für die Arbeitszeitverwaltung und Stundenabrechnung mit Touch-Screen Monitoren zur direkten Eingabe der Zeiten und Zuordnung zu den Projekten.
  • Austausch des E-Staplers Tragkraft 2T
  • Erneuerung einer Scherenhub-Arbeitsbühne
  • Ergänzung von Arbeitsbekleidung und Werkzeugen
  • Erneuerung Telefonanlage
  • Austausch PKW Audi Q5

2019

  • Kauf Grundstück für mögliche Betriebserweiterung
  • Schweißgeräte
  • Photovoltaikanlage 30kW – die Anlage deckt ca. 17% des jährlichen Strombedarfes
  • Erneuerung E-Hochhubwagen
  • E-Hubtische Kompakt
  • Absaugfilteranlage für die Zuschnittsäge (Staubentwicklung bei GFK Zuschnitten)
  • Ergänzungsausstattung für Bohrmaschine
  • Schraubenkompressor inkl. Kältetrockner
  • Öfen und Tiefkühlschrank für Mittagstisch „Gourmet“
  • Austausch Montagebus Mercedes Sprinter inkl. Regalausstattung
  • Ergänzung von Arbeitsbekleidung und Werkzeugen

2020

  • Extruderschweißgeräte
  • Austausch bzw. Ergänzung E-Hochhubwagen
  • Digitales Dichtheitsprüfsystem
  • Ergänzung EDV Anlage
  • Austausch Plotter zum Ausdruck von Plänen
  • Ankauf PKW Skoda Oktavia für Außendienstmitarbeiter
  • Überarbeitung Homepage und Verkaufsunterlagen

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Geplante Investitionen in den kommenden Jahren:

  • Modernisierung der Kommunikationsanlage (Telefonanlage) mit Home-Office-Betriebs-Möglichkeit
  • Zusätzlicher Montagebus Mercedes Sprinter inkl. Regalsystem für ein zweites Montageteam als Entlastung für das bestehende Montageteam und zur Erweiterung der Montagekapazitäten
  • Investition in Verkaufstätigkeiten zur Unterstützung der Außendienstmitarbeiter
  • Seminare für Führungskräfte Fachkompetenzen / Persönlichkeitsentwicklung
  • Austausch VW Sharan in ein E-Auto VW ID4 inkl. Anschaffung einer E-Tankstelle
  • Zusätzliche Bildschirme und I-Pads zur übersichtlicheren Bearbeitung der technischen Projekten
  • Erweiterung der Serveranlage um den künftigen Anforderungen in Speicherkapazität und Datensicherung Rechnung zu tragen
  • Austausch CNC-Frässe – immer öfter werden Service und Reparaturen notwendig - mittelfristig
  • Austausch des Dieselstapler 10 T in einen E-Stapler - mittelfristig
  • Erarbeitung und Implementierung eines QM-Systems nach ISO 9000
  • Erweiterung der Lagerregale für die Zwischenlagerung von Rohstoffen und Halbfertigteilen
  • Anschaffung eines Lagershuttle für die digitale Lagerverwaltung von Schrauben, Fittingen und Kleinteilen - mittelfristig
  • Erarbeitung und Implementierung eines neuen, zeitgemäßen den Anforderungen einer Produktionsfirma entsprechenden ERP-Systems – mittelfristig
  • Umstellung der restlichen Beleuchtung in der Halle Nord auf moderne LED Leuchten
  • Ausstattung des neuen Bürogebäudes mit einer zusätzlichen Photovoltaikanlage 30KW – damit sollten bis zu 30% des jährlichen Strombedarfes abgedeckt werden.

Negativaspekt: Abhängigkeit von ökologisch bedenklichen Ressourcen

Die Verarbeitung von Kunststoffen bzw. die Herstellung von Produkten aus Kunststoff mag im ersten Blick als problematisch erscheinen.

Die Fertigung der Produkte im Bereich Trinkwasser- und Industriebehälterbau erfolgt mit dem Einsatz von hochwertigen technischen Kunststoffen. Der Lebenszyklus der Produkte durch die lange Lebensdauer und deren sinnbringender Einsatz sowie die nachhaltige Entsorgungsmöglichkeit der ausgedienten Materialien legitimieren aber eindrucksvoll die Verarbeitung dieser Kunststoffe.

Eine Ausstiegsstrategie wird nicht verfolgt, vielmehr werden weiterhin alternative, innovative Einsatzmöglichkeiten erarbeitet, um den nachhaltigen Einsatz der Ressourcen zu forcieren.

Eigentum und Mitentscheidung

Mit dem Kauf der Fa. LIOT Kunststofftechnik GmbH im Herbst 2013 durch die Hawle Deutschland Beteiligung GmbH und den Brüdern Eder änderte sich die Eigentümerstruktur maßgeblich. Als Geschäftsführer wurden die Miteigentümer Andreas und Michael Eder eingesetzt.

Eigentümerstruktur:

Hawle Deutschland Beteiligung GmbH                    90% Anteile

Andreas Eder                                                            5% Anteile

Michael Eder                                                             5% Anteile

Im Gesellschaftervertrag sind die Rechte und Pflichten klar geregelt.

Die Geschäftsführer Andreas und Michael Eder können einzelberechtigt die Firma vertreten.

Entscheidungen können, soweit in den Geschäftsführerverträgen vorgesehen, unabhängig vom Mehrheitseigentümer getroffen werden.

Mit den Vertretern des Mehrheitseigentümers hat sich über die Jahre eine auf gegenseitige Achtung basierende, freundschaftliche Geschäftsbeziehung entwickelt.

Es herrscht reger Informationsaustausch über die Geschäftstätigkeit. In der jährlichen Generalversammlung werden alle relevanten Punkte besprochen. Die strategische Ausrichtung erfolgt unter Abstimmung der Interessen aller Eigentümer.

Durch die Zusammenarbeit von Fa. Hawle und Fa. Liot konnte der Standort Dölsach ausgebaut werden. Der Umsatz konnte über die Jahre nahezu verdoppelt werden und die Anzahl der Mitarbeiter ist auf insgesamt 28 angestiegen.

Einhergehend mit dem stetigen Wachstum wurde es notwendig zur Abwicklung der operativen Tätigkeiten eine mittlere Führungseben zu installieren.

Die leitenden Mitarbeiter in den Unternehmensbereichen werden in regelmäßigen Besprechungen über die laufende wirtschaftliche Entwicklung und die betrieblichen Anforderungen informiert.

In die operativen Entscheidungen werden sie aktiv mit eingebunden und leiten eigenverantwortlich die definierten Betriebsbereiche.

Weitere Beteiligungen durch Mitarbeiter oder andere Berührungsgruppen sind derzeit nicht geplant.

Menschenwürde am Arbeitsplatz

Auf die Unternehmenskultur sowie auf die Menschenwürde in unserem Unternehmen wird großer Wert gelegt. Zwischen Geschäftsführung und den Mitarbeitern erfolgt die Kommunikation in der DU-Form, trotzdem oder gerade deshalb wird stets ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe gepflegt.

Die Geschäftsführer arbeiten auch aktiv im täglichen, operativen Tagesgeschäft mit und sind als „Kollegen“ im Team integriert. Die Mitarbeiter können bei Anliegen an die Geschäftsführung herantreten und es wird stets an einer gemeinsamen Lösung gearbeitet. Es wird bestmöglich Versucht den Bedürfnissen jedes einzelnen gerecht zu werden:

  • Einführung der zusätzlichen Bildschirme in der Konstruktion/Technik
  • Individuell zusammengestellte Werkzeugkisten pro Mitarbeiter
  • Individuelle wählbare Arbeitskleidung / Arbeitsschutz pro Mitarbeiter

Zur betrieblichen Gesundheitsförderung und zum Arbeitsschutz wurden weitere Maßnahmen gesetzt:

  • Täglich frischer Obstkorb zur freien Entnahme
  • Eine verbindliche jährliche Sicherheitsschulung via Online Plattform
  • Mittagstisch - 50% der Essenkosten übernimmt das Unternehmen
  • Kühlschränke in den Produktionshalle für Getränken

Des Weiteren sind wir sensibilisiert im Bereich der Gesundheitsförderung und beim Arbeitsschutz weitere Maßnahmen zu treffen.

Einige Ideen die bereits zur Diskussion stehen:

  • Übernahme von 100% der Essenskosten bei gesunder Gerichtsauswahl
  • Ernährungsberatung
  • Bewusstseinsbildung

Die Geschäftsführung ermöglicht allen Mitarbeitern sich neben den verpflichtenden Ausbildungen wie etwa der Schweißprüfung, auch fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Dazu wurde im Jahr 2019 / 2020 unter anderem am Qualifizierungsverbund Osttirol teilgenommen.      

Maßnahmen des Arbeitsschutzes (ergonomische, gesundheitserhaltende Arbeitsplätze und Vermeidung von Arbeitsunfällen) werden laufend gesetzt:

  • Moderne LED Beleuchtung in der neuen Halle und teilweise in der alten Halle
  • Verbesserung der Luftqualität im Büro durch den Einbau einer Wohnraumlüftung
  • Schutzbekleidung aller Mitarbeiter wird zur Verfügung gestellt (Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, etc.)

Es ist wohl der modernen Betriebsausstattung, der guten persönlichen Ausrüstung der Mitarbeiter und den Maßnahmen im Bereich des Arbeitsschutz zuzuschreiben, das in den Jahren 2018, 2019 und 2020 nur ein Arbeitsunfall im Unternehmen vorgefallen ist.

Die organisatorische Ablauf und die damit verbundene Führungsstruktur sind im Organigramm geregelt und somit die Ansprechpartner für die Mitarbeiter klar festgehalten. Die Aufgaben und Kompetenzen der Führungsmitarbeiter in den einzelnen Bereichen werden in den Stellenbeschreibungen festgehalten.

Die Aufgaben der Produktionsmitarbeiter werden an ihre persönlichen Stärken angepasst. Die flach gehaltene Organisation schafft den Mitarbeitern einen einfachen Zugang zum Vorbringen ihrer Anliegen, ermöglicht aber auch eine effiziente Entwicklung und Umsetzung von Vorschläge und Ideen.

Negativaspekt: menschenunwürdige Arbeitsbedingungen

Im Unternehmen herrschen menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Jeder Mitarbeiter erhält die für seine Aufgaben notwendigen persönlichen Sicherheitsausrüstungen. Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen können ausgeschlossen werden.

Ausgestaltung der Arbeitsverträge

Bei der Gestaltung der Arbeitsverträge kann auf individuelle Bedürfnisse eingegangen werden. Es wird aber auch großer Wert auf die Fairness gegenüber den anderen Mitarbeitern gelegt.  Die Mitarbeiter erhalten ein auf Ausbildung, Qualifikation und Erfahrung angemessenes Gehalt um den regionalen Lebenserhaltungskosten gerecht zu werden. Die Entlohnung liegt bei allen Mitarbeitenden über dem kollektivvertraglich vorgeschlagenen Entgelten und orientiert sich vielmehr an regional üblichen Summen.

Beim jährlichen Mitarbeitergespräch wird versucht auf die Bedürfnisse und finanziellen Anliegen der Mitarbeiter Rücksicht zu nehmen. Entsprechend den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Unternehmens werden individuellen Lösungen erarbeitet.

Ebenso werden die Lohn- und Gehaltserhöhungen auf Basis des Kollektivertrages stets angepasst.

Der Verdienst der Mitarbeiter richtet sich nach Qualifikation und Erfahrung sowie der jeweiligen Stelle.

Die Arbeitszeiten aller Mitarbeiter werden über ein Zeiterfassungssystem erfasst. Damit werden die Anwesenheitszeiten inklusive anfallender Mehrstunden lückenlos aufgezeichnet. Durch Leistung von Überstunden sowie der Bereitschaft  Montageeinsätze auf überregionalen Baustellen durchzuführen, ist es den Mitarbeitern eingeschränkt möglich ihr Gehalt selbstorganisiert zu erhöhen. Aufgebaute Überstunden können in Absprache ausbezahlt oder in Form von Zeitausgleich konsumiert werden.

Durch die Arbeitszeitregelung mit kurzer / langer Woche im  Jahresarbeitsplan organisiert, sowie geleisteten Mehrstunden können die Produktionskapazitäten an die schwankende Auftragslage angepasst werden.

Die Einteilung der kurzen und langen Arbeitswochen wir unter Berücksichtigung der Produktionsplanung erstellt. Kurze Wochen werden so gesetzt, das sich bei Feier- und Fenstertagen die durchgehende Freizeit verlängert ohne Urlaub nehmen zu müssen.

Dieses Modell ermöglicht es dem Unternehmen alle Mitarbeiter das ganze Jahr über Vollzeit zu beschäftigen.

Die täglichen Arbeitszeiten wurden an die Bedürfnisse der Mitarbeiter in der Produktion 2020 angepasst.

Für 2021 ist im Büro die Einführung der Gleitzeitvereinbarung geplant um allen möglichst flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen. Es gibt keinen vorgeschriebenen Betriebsurlaub in den Sommermonaten. Jeder Mitarbeiter kann seinen Urlaub in Abstimmung mit den KollegInnen frei wählen.

Die bestehenden Arbeitsverträge wurden lt. DSGVO ergänzt und geändert. Die Mitarbeiter entscheiden selbst, welche persönlichen Daten inwieweit von der Firma verwendet werden können. Zusätzlich wird mit den Mitarbeitenden auch eine Vereinbarung über die Geheimhaltung von betrieblichen Daten abgeschlossen.

Negativaspekt: ungerechte Ausgestaltung der Arbeitsverträge

Die Gestaltung der Arbeitsverträge erfolgt fair und für jeden gleich – Basis dient hierzu der Kollektivvertrag. Die Arbeitsverträge werden weitestgehend an die persönliche Situation bzw. Interessen angepasst. Eine ungerechte Ausgestaltung der Arbeitsverträge oder ein ausnutzen der Mitarbeiter kann ausgeschlossen werden.

Ökologisches Verhalten der Mitarbeitenden

Anteil der Anreise mit PKW, öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß / Rad:

4% reisen regelmäßig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an.

10% reisen regelmäßig außer im Winter mit dem Fahrrad an.

86% reisen regelmäßig mit dem eignen PKW an.

Wenn ein Mitarbeiter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen will, wird das Arbeitszeitmodell individuell an die Fahrpläne des öffentlichen Verkehrsmitteldiensts angepasst.

Für die Anreisenden mit dem Fahrrad wurde ein eigener überdachter Abstellplatz hergestellt.

Seit Sommer 2019 wird allen Mitarbeiter ein betriebliches Mittagessen in Zusammenarbeit mit der Firma Gourmet Business angeboten. Via Onlineplattform kann aus zahlreichen verschieden Gerichten täglich gewählt werden. Die Firma Gourmet Business legt großen Wert auf Regionalität und verarbeitet Großteils österreichische Produkte. Zusätzlich sind die Speisen aus biologischer Landwirtschaft, nachhaltige Fischerei (MSC/ASC Zertifikat) und aus Fairtrade Anbau zubereitet und gekocht. Fa. Liot  fördert das warme Mittagessen mit 50% der Kosten.

Zusätzlich wird den Mitarbeitern täglich frisches Obst zur freien Entnahme zur Verfügung gestellt. Der Einkauf von Obst, Kaffee und sonstigen Verpflegungen erfolgt meist beim SPAR in Dölsach. Hier wird viel auf Regionalität und Produkte von heimischen Bauern Wert gelegt. Auch beim Kauf von Obst wird vorwiegend regionales Obst (z.B. Äpfel von Kuenz) gekauft.

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Negativaspekt: Anleitung zur Verschwendung/Duldung unökologischen Verhaltens

Kunststoffabfälle werden sortenrein getrennt und an eine Recyclingfirma verkauft. Die Mitarbeiter bekommen hinsichtlich der Trennung von Abfällen eine Einweisung. Somit wird durch interne Prozesse eine Ressourcenverschwendung vermieden und unökologisches Verhalten abgewandt.

 

Aktuelles & Informatives

Neuaufnahme Lehrling

WILLKOMMEN IM TEAM ????

Wir legen großen Wert auf eine vielseitige und eine bestmögliche Ausbildung unserer Lehrlinge.

Diese Woche hat Elias Lukasser aus Lienz bei uns seine Ausbildung zum Kunststofftechniker begonnen und ist schon voll in den täglichen Ablauf eingebunden.

Auf ihn wartet eine spannende und herausfordernde Zeit in der er viel lernen, aber auch eine Menge Spaß haben wird.

Wir freuen uns, dass du da bist!??

1. Osttiroler Wassermeister-Treffen

Wir veranstalteten am Freitag 13.05.2022 das 1. Osttiroler Wassermeister-Treffen

Mitgliederversammlung der GWÖ Tirol

Mitgliederversammlung der GWÖ Tirol im Haus der Begegnung in Innsbruck

Für uns natürlich ein Fixtermin! Immerhin gibt es was zu feiern. Liot hat die Rebilanzierung erfolgreich abgeschlossen.

4 weitere Betriebe dürfen sich auch über die erfolgreiche Rebilanzierung freuen. Herzlichen Glückwunsch an

?WELTLADEN LIENZ

? Atelier Marianna

?REGIONALENERGIE OSTTIROL

? Fohlenhof Astner

2 weitere arbeiten noch daran. Wir drücken Sun.e-solution GmbH und GreenPrint Osttirol ganz fest die Daumen.

Einen würdigen Rahmen und die entsprechende Technik für die Onlinezuschaltung nach Ibk gab es bei uns in den niegelnagelneuen Räumlichkeiten unserer Firma. Die Besichtigung des neuen Bürogebäudes und eine Jause mit lauter regionalen Schmankerln inklusive ?

 Dem neu gewählten Koordinationsteam wünschen wir viel Erfolg und Freude bei der Arbeit. Wir werden aus Osttirol jedenfalls weiterhin mit viel Engagement unseren Beitrag leisten..

Hinter dem Namen LIOT steht zuverlässige und umfassende Kundenbetreuung, zertifiziertes Know How (geprüfter Fachbetrieb nach WHG) und allerbeste Qualitätsarbeit aufgrund motivierter und gut geschulter Mitarbeiter. 

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